motorcycle-party-1Für Eltern die selbst noch nie Motorrad gefahren sind ist der Wunsch des Nachwuchses nach einem Motorrad wohl das zweitschlimmste Szenarion nach einer ungewollten Schwangerschaft der 14-jährigen Tochter. Schon mangels eigener Erfahrung haben solche Eltern meist Probleme mit diesem Gedanken. Dabei ist alles gar nicht mal so schlimm, wenn man sich mit der Thematik vernünftig auseinandersetzt. Dies gilt natürlich auch für motorradbegeisterte Eltern. Nicht immer ist das eigene Kind dazu geeignet, die Welt auf einem motorisierten Untersatz mit zwei Rädern zu erkunden.

Ist das Kind reif genug?

Die entscheidende Frage ist relativ einfach. Ist das Kind verantwortungsvoll und reif genug ein Motorrad sicher im öffentlichen Straßenverkehr zu führen?

Hier muss man sich als Elternteil mit dem Nachwuchs an den Tisch setzten und in einer eingehenden Unterhaltung (oder auch in mehreren) dieses Thema zu diskutieren. Ist es die Begeisterung an zwei Rädern, oder vielleicht doch nur der jugendliche Adrenalinschub und der Versuch besonders cool zu sein. Wie ist der Freundeskreis zusammengesetzt? Für welchen Zweck soll das Motorrad verwendet werden? Kann man es sich überhaupt leisten?

Da viele Jugendliche mit 15 und 16 Jahren anfangen einen Beruf zu erlernen kann ein Motorrad durchaus sinnvoll sein um auf die Arbeit zu kommen, vor allem wenn diese ein paar Kilometer vom Wohnort entfernt ist oder sich wir auf Baustellen ständig ändert.

Natürlich muss man auf eine gute Ausbildung für das Führen eines Kraftrads achten. Gegebenenfalls ist neben der normalen Fahrschule auch ein separates Sicherheitstraining keine so schlechte Idee.

Grundsätzlich sind Eltern vom Gesetzt zur Erziehung und Fürsorge ihrer minderjährigen Kinder verpflichtet. Dies bedeutet aber auch, dass Eltern verantwortungsvoll mit dieser Aufgabe umgehen müssen. Im Rahmen des erwachsen werden müssen Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen. Da ist es oft besser, wenn der Motorradwunsch unter den wachsamen Augen der Eltern erfüllt wird, solange diese noch etwas Einfluss nehmen können. Man sollte nämlich auch nicht vergessen, dass die häufigste Todesursache junger Menschen der Verkehrsunfall ist. Und das Risiko auf zwei Rädern ist ganz klar höher.