Motorräder stellen ein Thema dar, welches seit Jahrzehnten viele Fans begeistert. Ob man große Rennen über den Fernseher verfolgt, selber fährt oder im Kreis von Freunden oder einem Verein lange Touren unternimmt: Die Fangemeinde der zweirädrigen Untersätze wuchs und wächst stetig an. Doch das beliebte Vergnügen, bei dem man sich so frei und unabhängig fühlt, hat auch eine Kehrseite – laut eines Berichtes der UDV ist das Risiko, bei einem Motorradunfall zu sterben, etwa 14 Mal höher, als bei Autos.
Laut den Gutachtern der großen Versicherungsgesellschaften sind Motorräder die gefährlichsten Fortbewegungsmittel im Straßenverkehr. Jedes Jahr am Anfang des Frühlings warnen einige motorcyclesRadiosender explizit davor, dass wieder verstärkt Motorradfahrer auf den Straßen unterwegs sind. Der Grund dafür ist simpel: Nach dem Winter haben viele von diesen verlernt, Gefahren und Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen. Dies ist der Grund, warum zu dieser Zeit des Jahres besonders viele Unfälle passieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der, dass man sich auf einem Motorrad schnell jegliches Gefühl für Gefahren verliert und sich in einem gewissen Maße “unbesiegbar” fühlt. Dies ist jedoch absolut nicht der Fall. Bei einer Kollision mit einemanderen Fahrzeug oder einem Gegenstand bietet das Motorrad seinem Fahrer kaum Schutz. Auch die Tatsache, dass der Gesetzgeber sicherheitstechnisch keine neuen Auflagen für die Hersteller von Motorrädern erlässt – was bei PKWs der Fall ist – trägt dazu bei.
Desweiteren besitzen die meisten Motorradfahrer eine sehr ungewöhnliche Mentalität: Wer durch Nässe oder eine verschmutzte Fahrbahn aus einer Kurve fliegt, der deklariert dies oft als Pech oder einen Schicksalsschlag – von überhöhter Geschwindigkeit und nicht angepasster Fahrweise ist jedoch niemals die Rede. Hier ist jedoch das größte Problem, dass auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

Fazit: Es gibt wohl auf der ganzen Welt keinen einzigen Motorradfahrer, der noch nie zu schnell unterwegs war – jedoch sollte man vorher überlegen, ob ein gefährliches Manöver wirklich ohne Risiko für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer ist.