Was die Fans über eine Rennsaison bei den Motorrad Grand Prix an den Ring zieht ist neben der Begeisterung für zwei Räder die Tatsache, dass es viele verschiedene Klassen und daher auch verschiedene Rennen zu sehen gibt. Rennen dauern keine zwei Stunden wie in der Formel 1 und Überholen ist fast immer und überall möglich.

Auch die Rennen in Deutschland sind relativ gut besucht, auch wenn es schon lange keinen überragenden Deutschen in den drei großen Klassen gegeben hat. In der Szene der Motorradrennfahrer muss man schon etwas weiter zurückgehen um den einzigen jahrelangen Toppiloten zu finden:

Toni Mang

anton-mang-kawasakiDer Name Toni Mang war in den 1980ern jedem Motorradfreund ein Begriff. In dieser Zeit schaffte es der 1949 in Inning am Ammersee geborene Mang fünf Motorrad-Weltmeister Titel in zwei unterschiedlichen Klassen für Deutschland einzufahren.

Dabei wäre es aus einer Motorsportkarriere beinahe nichts geworden. Im Kindesalter wurde Toni für den Film entdeckt und spielte in vier Spielfilmen, unter anderem in „Die Bremer Stadtmusikanten“ verschiedene Hauptrollen. Im Alter von 20 Jahren begann auf der Rennstrecke seine Karriere. Es dauerte bis 1975 bis er seinen ersten Sieg in der 350ccm Klasse beim Grand Prix von Österreich holte.

Nach seinem Wechsel zu Kawasaki fuhr der Inninger in der 250ccm und 350ccm Klasse. In der 250er holte er 1980 seinen ersten Weltmeistertitel. Diesen konnte er im darauffolgenden Jahr verteidigen und gewann gleichzeitig seinen ersten Titel in der 350ccm Klasse.

Nach seinem erneuten Titel 1982 wechselte er in die damalige Königsklasse mit 500ccm, konnte aber nie richtig Fuß fassen. Nach einem weiteren 250er Titel 1987 beendete er seine Rennfahrerlaufbahn im nächsten Jahr, wo er beim Großen Preis von Jugoslawien schwer stürzte. Insgesamt kam Toni Mang auf 42 Grand Prix Siege.

Seit 2007 ist Toni Mang aktiv in der Nachwuchsförderung tätig und veranstaltet Renntraining und Sicherheitstraining für junge Nachwuchsfahrer.